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Das Kondom: Definition und Funktionsweise
Das Kondom ist ein Barriereverhütungsmittel, das während des Geschlechtsverkehrs den Penis (männliches Kondom) oder das Innere der Vagina (weibliches Kondom) bedeckt. Es erfüllt gleichzeitig zwei Funktionen, die kein anderes Verhütungsmittel vereint:
- Verhütung: Indem es das Sperma auffängt, verhindert es, dass Spermien die Eizelle erreichen
- Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen: Durch die Bildung einer physischen Barriere verringert es die Übertragung sexuell übertragbarer Infektionen – HIV, Chlamydien, Gonorrhö, Herpes, HPV
Bei perfekter Anwendung liegt die Schwangerschaftsrate bei einem männlichen Latexkondom bei etwa 2 % pro Jahr. Bei typischer Anwendung – unter Berücksichtigung häufiger Anwendungsfehler – steigt diese Rate auf 15 %. Die Reißrate liegt bei etwa 2 %, die Abrutschrate ebenfalls bei etwa 2 %. Diese Zahlen zeigen, dass die Wirksamkeit eines Kondoms in erster Linie von der korrekten Anwendung abhängt.
Die Materialien: Latex, Polyurethan, Polyisopren
Latex
Latex ist das häufigste Material – dehnbar, erschwinglich und mit wirksamem Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen und Schwangerschaft. Es ist mit Gleitmitteln auf Wasser- und Silikonbasis kompatibel. Nicht mit Gleitmitteln auf Ölbasis kompatibel – Öle zersetzen Latex und erhöhen das Reißrisiko erheblich.
Etwa 1 bis 6 % der Bevölkerung haben eine Latexallergie. Zu den Symptomen zählen Juckreiz, Rötungen und Reizungen nach der Anwendung. Bei Verdacht auf eine Allergie sollte ein Arzt konsultiert und eine latexfreie Alternative gewählt werden.
Polyurethan
Latexfreie Alternative, dünner als Latex – die bessere Wärmeübertragung sorgt für ein angenehmeres Haut-zu-Haut-Gefühl. Mit allen Arten von Gleitmitteln kompatibel, einschließlich Ölen. Weniger dehnbar als Latex – etwas steifer und mit höherer Reißwahrscheinlichkeit. Für Menschen mit Latexallergie geeignet.
Polyisopren
Synthetische Alternative zu Latex, flexibler als Polyurethan – ein latexähnliches Gefühl ohne die Allergene. Kompatibel mit Gleitmitteln auf Wasser- und Silikonbasis. Nicht mit Gleitmitteln auf Ölbasis kompatibel, ebenso wie Latex. Die bevorzugte Option für Menschen mit Latexallergie, die ein Gefühl wünschen, das klassischem Latex näherkommt.
Natürliche Membranen (Schafsdarm)
Sie sind sehr dünn und vermitteln ein sehr natürliches Gefühl. Sie schützen vor einer Schwangerschaft, aber filtern keine Viren – daher sind sie gegen sexuell übertragbare Infektionen wie HIV, Herpes oder HPV unwirksam. Sie sind ausschließlich für monogame Paare ohne Risiko für sexuell übertragbare Infektionen geeignet.
| Material | Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen | Ölverträglichkeit | Allergie | Gefühl |
|---|---|---|---|---|
| Latex | ✅ Ja | ❌ Nein | 1–6 % | Standard |
| Polyurethan | ✅ Ja | ✅ Ja | Sehr selten | Dünn, Wärmeübertragung |
| Polyisopren | ✅ Ja | ❌ Nein | Sehr selten | Geschmeidig, latexähnlich |
| Naturmembran | ❌ Nein | ✅ Ja | Sehr selten | Sehr natürlich |
Kondomarten nach Form und Textur
Formen
- Klassisch: gleichmäßig glatter Schlauch — der universelle Standard
- Anatomisch: im Bereich der Eichel breitere Form für mehr Komfort und eine bessere Anpassung an die Penisform
- Ultradünn: sorgt für ein intensiveres Haut-zu-Haut-Gefühl — sorgfältiges Überziehen erforderlich
Texturen
- Strukturiert (gerippt, genoppt): Reliefs, die entwickelt wurden, um die Empfindungen der Partnerperson zu steigern
- Verzögernd: innen mit einem leicht betäubenden Wirkstoff (Benzocain) beschichtet, um den Samenerguss hinauszuzögern — Vorsicht, der Wirkstoff kann auf die Partnerperson übertragen werden
- Aromatisiert: für Oralverkehr — nicht für vaginale Penetration verwenden (Aromen können die Schleimhäute reizen)
- Leuchtend: für Spiele im Dunkeln. Sieh dir unsere Auswahl an fluoreszierenden Kondomen an.
Innenkondom
Eine Hülle aus Nitril oder Polyurethan, die vor dem Geschlechtsverkehr in die Vagina oder den Anus eingeführt wird. Sie hat zwei Ringe — einen inneren, der für den Halt am Ende der Vagina sorgt, und einen äußeren, der die Schamlippen bedeckt. Ihr Vorteil: Sie kann im Voraus eingesetzt werden, ist mit allen Gleitmitteln kompatibel und gibt der tragenden Person die Kontrolle über den Schutz. Schwangerschaftsrate: 5 % bei perfekter Anwendung und 21 % bei typischer Anwendung.
Die Größe: ein oft unterschätztes Kriterium
Die Kondomgröße ist ebenso ein Sicherheits- wie ein Komfortkriterium. Ein zu kleines Kondom drückt und erhöht das Risiko eines Risses. Ein zu großes Kondom rutscht und lässt Flüssigkeiten austreten. Die verfügbaren Längen reichen von etwa 16 bis 22 cm, die nominalen Durchmesser von 47 mm bis 69 mm.
So misst du:
- Durchmesser: Den Umfang des erigierten Penis auf halber Höhe messen und durch π (3,14) teilen, um den Durchmesser zu erhalten. Der nominale Durchmesser des Kondoms sollte etwas kleiner sein — es dehnt sich bei der Anwendung.
- Länge: Die Länge des erigierten Penis messen. Das Kondom sollte den Penis vollständig bedecken — überschüssige Länge rollt sich an der Basis zusammen.
Verschiedene Größen und Marken auszuprobieren ist normal — Körperformen variieren ebenso wie die Vorlieben beim Empfinden.
So verwendest du ein Kondom richtig
Vorher
- Das Verfallsdatum prüfen — ein abgelaufenes Kondom ist brüchiger
- Die Unversehrtheit der Verpackung prüfen — eine beschädigte Verpackung kann darauf hindeuten, dass das Kondom beschädigt wurde
- Vorsichtig öffnen — nicht mit einer Schere, den Zähnen oder den Fingernägeln
- Ein für das Material geeignetes Gleitmittel wählen
Beim Anlegen
- Auf einen erigierten Penis legen, bevor es zu jeglichem Genitalkontakt kommt – Präejakulat kann Spermien und Infektionserreger enthalten
- Das Reservoir an der Spitze zusammendrücken, um die Luft herauszudrücken – Luft im Reservoir erhöht das Risiko eines Risses
- Bis zur Peniswurzel abrollen, ohne Gewalt anzuwenden
Danach
- Nach dem Samenerguss abziehen und dabei die Basis festhalten, um ein Auslaufen zu verhindern, bevor der Penis seine Erektion verliert
- In einem Mülleimer entsorgen – nicht abspülen oder wiederverwenden
- Niemals zwei Kondome gleichzeitig verwenden – die Reibung zwischen beiden erhöht das Risiko eines Risses
Vergleich der Kondomarten
| Typ | Empfohlene Anwendung | Schwangerschaftsrate bei perfekter Anwendung | Wichtige Hinweise |
|---|---|---|---|
| Klassisches Latex | Allgemeine Anwendung | ~2 % | Nicht mit Ölen kompatibel, mögliche Allergie |
| Ultradünnes Latex | Maximales Gefühl | ~2 % | Sorgfältiges Anlegen erforderlich |
| Polyurethan | Latexallergie, mit Ölen kompatibel | ~2 % | Weniger elastisch |
| Polyisopren | Latexallergie, latexähnliches Gefühl | ~2 % | Nicht mit Ölen kompatibel |
| Verzögernd | Vorzeitiger Samenerguss | ~2 % | Mögliche Übertragung der betäubenden Wirkung |
| Aromatisiert | Nur Oralverkehr | ~2 % | Nicht für vaginale Penetration verwenden |
| Feminin (intern) | Kontrolle durch die tragende Person, Analverkehr | ~5 % | Einübung der Anwendung erforderlich |
| Naturmembran | Paare ohne Risiko für sexuell übertragbare Infektionen | ~2 % | Schützt nicht vor sexuell übertragbaren Infektionen |
Empfehlungen nach Profil
Latexallergie
Wählen Sie Polyurethan (mit allen Gleitmitteln kompatibel) oder Polyisopren (elastischer, nicht mit Ölen kompatibel). Lassen Sie sich von einer Allergologin oder einem Allergologen untersuchen, um die Diagnose zu bestätigen – manche Reizungen werden durch Latexzusätze und nicht durch das Latex selbst verursacht.
Analverkehr
Verwenden Sie ein verstärktes oder extra starkes Kondom mit reichlich Gleitmittel auf Wasser- oder Silikonbasis. Die Reibung beim Analverkehr ist stärker als beim Vaginalverkehr. Wechseln Sie das Kondom vor jedem Wechsel zu Vaginalverkehr. Sehen Sie sich unsere Auswahl an Kondomen an.
Verringerte Empfindlichkeit
Probieren Sie ultradünne oder anatomisch geformte Kondome. Strukturierte Kondome (gerippt, genoppt) können die Empfindungen für die Partnerin oder den Partner intensivieren. Ein Kondom muss nicht mit einem Verlust an Empfindungen gleichbedeutend sein – testen Sie verschiedene Modelle.
Oralverkehr
Verwenden Sie ein aromatisiertes Kondom oder ein Lecktuch. Sehen Sie sich unsere Auswahl an Kondomen für Oralverkehr an.
Kauf in größeren Mengen
Sehen Sie sich unsere Auswahl an Kondomen in Packungen mit 4 bis 24 Stück und Kondomen in Packungen mit 30 bis 288 Stück an.
Häufige Fehler, die Sie vermeiden sollten
- Das Kondom erst während des Geschlechtsverkehrs und nicht von Anfang an anlegen: Präejakulat kann Spermien und Krankheitserreger enthalten — das Kondom muss vor jeglichem Genitalkontakt angelegt werden.
- Ölbasiertes Gleitmittel mit einem Latex- oder Polyisoprenkondom verwenden: Öle beschädigen diese Materialien und erhöhen das Reißrisiko erheblich.
- Beim Anlegen das Reservoir nicht zusammendrücken: Eingeschlossene Luft im Reservoir erzeugt Druck und erhöht das Risiko, dass das Kondom beim Samenerguss reißt.
- Zwei Kondome gleichzeitig verwenden: Die Reibung zwischen den beiden Kondomen erhöht das Risiko, dass beide reißen — ein einziges, richtig verwendetes Kondom ist wirksamer.
- In einer Brieftasche aufbewahren: Hitze, Reibung und Druck beschädigen Latex und die schützende Verpackung. Kühl und trocken sowie vor Licht geschützt lagern.
- Ein abgelaufenes Kondom verwenden: Latex wird mit der Zeit porös — ein abgelaufenes Kondom ist geschwächt und reißt daher eher.
- Das Kondom nicht zwischen Anal- und Vaginalsex wechseln: Rektalbakterien können eine schwere Vaginalinfektion verursachen — wechseln Sie das Kondom grundsätzlich.
Die Adopt1Toy-Kollektionen für Kondome
- Kondome in 3er-Packungen
- Kondome in Packungen mit 4 bis 24 Stück
- Kondome in Packungen mit 30 bis 288 Stück
- Fluoreszierende Kondome
- Spezielle Kondome für Oralverkehr
Kurz gesagt: So wählen Sie das richtige Kondom
- Latex: universell und erschwinglich — nicht mit Ölen kompatibel, mögliche Allergie bei 1–6 %
- Polyurethan: Latexallergie, mit allen Gleitmitteln kompatibel
- Polyisopren: Latexallergie, latexähnliches Gefühl — nicht mit Ölen kompatibel
- Natürliche Membran: schützt nicht vor sexuell übertragbaren Infektionen
- Die richtige Größe wählen — ein zu kleines oder zu großes Kondom verringert die Wirksamkeit
- Vor jeglichem Genitalkontakt anlegen, das Reservoir zusammendrücken, beim Abstreifen die Basis festhalten
- Niemals ölbasierte Gleitmittel mit Latex oder Polyisopren verwenden
- Das Kondom zwischen Anal- und Vaginalsex wechseln
Von Alicia Deroussen — die Expertise von Adopt1Toy für Ihr Vergnügen.
Für weiterführende Informationen
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FAQ – Les préservatifs : matériaux, tailles, utilisation
Quelle est la différence entre un préservatif en latex et en polyuréthane ?
Comment choisir la bonne taille de préservatif ?
Peut-on utiliser un préservatif aromatisé pour une pénétration vaginale ?
Le préservatif féminin est-il aussi efficace que le préservatif masculin ?
Combien de temps un préservatif peut-il être porté ?
Peut-on utiliser deux préservatifs pour une protection renforcée ?
Comment conserver des préservatifs correctement ?
Les préservatifs protègent-ils contre toutes les IST ?