Sexuell übertragbare Infektionen, auch sexuell übertragbare Krankheiten genannt, gehören zur Realität jedes Sexuallebens. Trotzdem wird noch immer zu wenig darüber gesprochen, oft zu spät und selten auf klare Weise. Wenn du Fragen zu Risiken, Prävention oder den Zahlen in Frankreich hast, bist du hier genau richtig. Hier erkläre ich dir konkret, was du wissen musst, um informierte Entscheidungen zu treffen – ohne unnötigen Stress, aber auch ohne Naivität. Denn zu einer unbeschwerten Sexualität gehört auch Information.
Was ist eine STI / sexuell übertragbare Krankheit?
Eine sexuell übertragbare Infektion (STI) ist eine Infektion, die hauptsächlich beim Vaginal-, Anal- oder Oralverkehr übertragen wird. Sie kann durch Bakterien, Viren oder Parasiten verursacht werden.
Einige sexuell übertragbare Infektionen lassen sich mit einer geeigneten Behandlung leicht heilen, insbesondere bakterielle Infektionen. Andere, wie HIV oder Herpes, erfordern eine langfristige medizinische Betreuung. Wichtig ist: Viele sexuell übertragbare Infektionen können vorhanden sein, ohne sichtbare Symptome zu verursachen.
- Übertragung durch direkten Kontakt oder Körperflüssigkeiten
- Häufig symptomlos
- Je nach Art behandelbar oder kontrollierbar
- In der Mehrheit der Fälle ist Prävention möglich
Sexuelles Verhalten und Risiken nach Alter
15–24 Jahre: eine riskante Phase
Junge Erwachsene sind besonders häufig von sexuell übertragbaren Infektionen betroffen, insbesondere von Chlamydien. Dafür gibt es mehrere Gründe: die Anfänge der sexuellen Aktivität, eine unregelmäßige Verwendung von Kondomen und noch nicht systematisch durchgeführte Tests.
Da viele Infektionen symptomlos verlaufen, können sie sich unbemerkt entwickeln. Oft werden in dieser Phase die ersten Präventionsgewohnheiten entwickelt.
25–39 Jahre: neue Dynamiken
Diese Altersgruppe befindet sich häufig in Übergangsphasen: neue Beziehungen, Trennungen, neue Bekanntschaften. Es ist ein Anstieg der Fälle von Gonorrhö und Syphilis zu beobachten.
Der nachlassende Schutz in Beziehungen, die als „stabil“ wahrgenommen werden, ist eine häufige Ursache für Ansteckungen.
Ab 40: ein unterschätztes Risiko
Nach einer Trennung oder bei der Wiederaufnahme sexueller Aktivitäten werden Kondome häufig seltener verwendet, insbesondere weil Verhütung keine Priorität mehr hat.
Die Daten zeigen jedoch eine Zunahme sexuell übertragbarer Infektionen in dieser Bevölkerungsgruppe, die hauptsächlich auf einer falschen Einschätzung des Risikos beruht.
Niemand ist vor Ansteckung geschützt
Sexuell übertragbare Infektionen betreffen kein bestimmtes Profil. Ob man in einer Partnerschaft, ledig oder in einer offenen Beziehung lebt, ändert an sich nichts am Risiko. Entscheidend sind die Exposition und die Praktiken.
Bestimmte Infektionen werden bereits durch einfachen Hautkontakt übertragen. Das bedeutet, dass ein teilweiser Schutz das Risiko nicht vollständig ausschließt.
Fehlender Dialog in der Partnerschaft
Über Tests oder Schutz zu sprechen, fällt vielen Menschen noch immer schwer. Viele zögern aus Angst, eine unangenehme Situation zu schaffen oder missverstanden zu werden.
Dennoch hilft es, diese Themen anzusprechen, Missverständnisse zu vermeiden und von Anfang an einen vertrauensvollen Rahmen zu schaffen.
Wie man einfach darüber spricht
Du kannst den Test als gemeinsamen Schritt vorschlagen: Macht einen Test, bevor ihr weitergeht – ohne Vorwürfe oder Misstrauen.
Dieser Ansatz verändert alles. Er macht aus einem unangenehmen Gespräch eine gemeinsame Entscheidung.
Die wirksamsten Präventionsmaßnahmen
Das Kondom
Das Kondom bleibt der am leichtesten zugängliche Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen. Es wirkt als mechanische Barriere gegen Viren und Bakterien.
Hier findest du verschiedene, für jeden Gebrauch geeignete Größen und Varianten: Kondome.
Der regelmäßige HIV-Test
Regelmäßige Tests ermöglichen es, eine Infektion früh zu erkennen und eine unwissentliche Übertragung zu vermeiden.
Die Impfung
Es gibt Impfungen gegen bestimmte Infektionen wie Hepatitis B und das Papillomavirus (HPV). Sie gehören zu den Empfehlungen des öffentlichen Gesundheitswesens.
PrEP
PrEP ist eine vorbeugende Behandlung gegen HIV für Menschen mit einem erhöhten Infektionsrisiko. Bei Anwendung unter ärztlicher Betreuung senkt sie die Wahrscheinlichkeit einer Infektion deutlich.
Achtung: Sie schützt nicht vor anderen STIs.
Hygiene und Accessoires
Die Verwendung eines Gleitmittels kann Mikroverletzungen begrenzen und den Komfort verbessern. Du kannst die Kollektion Gleitmittel ansehen.
Für die Pflege von Accessoires solltest du geeignete Produkte verwenden, die in der Kollektion Intimhygiene erhältlich sind.
Die wichtigsten Zahlen weltweit
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation:
- Mehr als 1 Million neue STIs jeden Tag
- 374 Millionen jährliche Infektionen mit den wichtigsten bakteriellen STIs
- Mehr als 500 Millionen Menschen leben mit Genitalherpes
Die Zahlen in Frankreich
Die Daten von Santé publique France zeigen einen Anstieg der Testungen und der festgestellten Fälle:
- Mehr als 3 Millionen Chlamydien-Tests
- Zunahme der Gonorrhö- und Syphilisfälle
- Mehr als 5.000 neue HIV-Diagnosen pro Jahr
Etwa 24.000 Menschen in Frankreich wissen vermutlich nichts von ihrer HIV-Infektion.
Die häufigsten STIs
Zu den häufigsten Infektionen gehören:
- Chlamydien
- Gonorrhö
- Syphilis
- HPV
- Genitalherpes
- HIV
Das Wichtigste in Kürze
STIs gehören zum modernen Sexualleben. Sie sind häufig, oft unsichtbar, aber weitgehend vermeidbar.
Das Erfolgs-Trio bleibt immer dasselbe: Schutz, Tests und Kommunikation.
Von Alicia Deroussen – die Expertise von Adopt1Toy für dein Vergnügen.
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